Abstract
Nach einer Phase enormen Wirtschaftswachstums, das auf Kosten der Umwelt und einem hohen Grad an Ressourcenintensität erreicht wurde, ist Chinas Zukunft auf ein nachhaltiges Wachstumsmodell angewiesen. Die seit 2008 gesetzlich verankerte Kreislaufwirtschaft ist gemessen an Erwähnungen in den staatlichen Fünfjahresplänen eine der meistbetonten Konzepte für eine nachhaltige Transformationsstrategie in China, jedoch sind diesbezüglich verzeichnete Erfolge in quantitativer und qualitativer Hinsicht durchwachsen.
Nach einer kurzen Heranführung an Kontext und Beweggründe der kreislaufwirtschaftlichen Transformation in der VR China übernimmt der folgende Beitrag die kritische Perspektive einer jüngeren Arbeit von Susanne Weigelin-Schwiedrzik zur Entstehung und Verwendung von offiziellen Daten für chinesische Nachhaltigkeitsstrategien. Aus einer institutionell-ökonomischen Perspektive wird dabei beleuchtet, wie der exklusive Fokus auf quantitative Ergebnisse, qualitative regelbasierte Strukturen, insbesondere jene die sich außerhalb des staatlichen Systems entwickeln, ignoriert. Anhand einiger Beispiele zu effektiven institutionellen Praktiken aus der Mitte der Gesellschaft, wird die Notwendigkeit formell-institutioneller Innovation in Chinas offizieller Kreislaufwirtschaft aufgezeigt. Ein solcher Aktualisierungsprozess wäre nicht nur für die Realisierung eines nachhaltigen Wirtschaftssystems entscheidend, sondern auch für die Bewahrung der Legitimität Chinas politischer Führung.
Nach einer kurzen Heranführung an Kontext und Beweggründe der kreislaufwirtschaftlichen Transformation in der VR China übernimmt der folgende Beitrag die kritische Perspektive einer jüngeren Arbeit von Susanne Weigelin-Schwiedrzik zur Entstehung und Verwendung von offiziellen Daten für chinesische Nachhaltigkeitsstrategien. Aus einer institutionell-ökonomischen Perspektive wird dabei beleuchtet, wie der exklusive Fokus auf quantitative Ergebnisse, qualitative regelbasierte Strukturen, insbesondere jene die sich außerhalb des staatlichen Systems entwickeln, ignoriert. Anhand einiger Beispiele zu effektiven institutionellen Praktiken aus der Mitte der Gesellschaft, wird die Notwendigkeit formell-institutioneller Innovation in Chinas offizieller Kreislaufwirtschaft aufgezeigt. Ein solcher Aktualisierungsprozess wäre nicht nur für die Realisierung eines nachhaltigen Wirtschaftssystems entscheidend, sondern auch für die Bewahrung der Legitimität Chinas politischer Führung.
| Translated title of the contribution | The role of official data, institutions and the Circular Economy for China’s Future |
|---|---|
| Original language | German |
| Title of host publication | Die Zukunft mit China denken |
| Editors | Daniel Fuchs, Sascha Klotzbuecher, Lena Springer, Felix Wemheuer |
| Place of Publication | Vienna |
| Publisher | Mandelbaum Verlag |
| Number of pages | 384 |
| ISBN (Print) | 978399136-026-1 |
| Publication status | Published - 2023 |
Keywords
- China
- Circular Economy
- Institutions
- Mineral Resources
Fingerprint
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